Biographischer Hintergrund
Erna Cohen wurde in Hagen, Westfalen, als Tochter von Simson Cohen geboren. Ihr Vater betrieb in Hagen ein Geschäft und war wie viele jüdische Mitbürger nach 1933 den zunehmenden Repressalien des nationalsozialistischen Regimes ausgesetzt.
Heirat und Mitgift (1932)
Im Jahr 1932 heiratete Erna Cohen den Schweizer Staatsbürger jüdischer Herkunft Arthur Levy. Ihr Vater Simson Cohen eröffnete anlässlich der Hochzeit das Konto Nr. 4409 bei der Sparkasse an Volme und Ruhr (Sparkasse Hagen) und überwies eine Mitgift. Dies ist durch Primärdokumente aus dem Schweizerischen Bundesarchiv Bern belegt.
NS-Verfolgung und Schicksal
Das genaue Schicksal von Erna Cohen-Levy während und nach der NS-Zeit ist nicht vollständig dokumentiert. Ihr Vater Simson Cohen wurde in Hagen verfolgt und emigrierte in die Schweiz, wo er nach dem Krieg verstarb. Das Konto 4409 wurde nach den vorliegenden Klagedokumenten nie ausgezahlt.
Bedeutung für den Rechtsstreit
Erna Cohen-Levy ist als ursprüngliche Mitgift-Empfängerin eine zentrale Person im Rechtsstreit. Die Nachfahren kämpfen seit 2019 vor deutschen Gerichten um Auskunft und Restitution des Guthabens. Das Verfahren ist derzeit beim Bundesgerichtshof (BGH) anhängig.